Hindelanger Klettersteig (Juni 2007)

Berge

Im Jahre 2006 waren wir auf dem Ararat ; da wurde ich fünfzig. Auf dieser Tour haben wir viele nette Leute kennen gelernt. Es scheint überhaupt so: Menschen, die Berge mögen, sind generell nett. Von den vielen habe ich (haben wir - die Frankfurter) noch Kontakt zu dem Schweizer und den Ulmern. Und mit dem Ulmern (fast Aconcagua-Bezwingern) haben wir beschlossen, gemeinsam einen Steig zu laufen: Den Hindelanger Klettersteig. Eigentlich hatte ich ja vor, den vor Jahren abgebrochenen Jubiläumsgrat fort zu setzen. Immerhin, es hätte mich gereizt.
Um es vorweg zu nehmen:
Wir sind den Hindelanger Klettersteig gegangen und wir haben kurz vor dem Daumen (wegen Regen; es regnete: Gott sei Dank!) abgebrochen. Ich war KO und glücklich, den Jubiläumsgrat nicht gewählt zu haben. Denn der scheint mir noch eine Ecke schwieriger...

Tourenverlauf Hindelanger Klettersteig
Das Nebelhorn Wir fuhren nach Oberstdorf und dann sind wir mit der Nebelhornbahn auf 1932 m gefahren.
Man parkt am besten an der Eissporthalle. Die Karte mit der Nebelhornbahn kostet hin und rück 25 Euro; eine lohnende Investition, wenn man bedenkt was man noch so vor sich hat! Gleich auf der Station Höfatsblick (letzte Station vor dem Gipfel) kann man im Edmund Probst Haus übernachten (14 Euro für nicht DAV-Mitglieder). Die Hütte ist ordentlich, das Essen ist gut und der Wirt findet Buttermilch schrecklich...
Der Start Gleich am nächsten Morgen sind wir los. 6:00 Uhr Wecken dann Frühstück; Abmarsch war 7:00 Uhr. Oben rechts sieht man den Klettersteig. Leute laufen über das Schneefeld. Links geht es zum Nebelhorn. Noch ist alles "duster". Das Bild oben zeigt das Nebelhorn ca. 45 Minuten später; ein verheißungsvoller Start!
Höhen... Nun könnte man jede einzelne Kuppe beschreiben. Letztlich ist immer wieder das Gleiche zu tun: Gipfel hoch - Gipfel runter; vom Nebelhorn bis zum Daumen. Und das "schlaucht" schon. Einen Eindruck wie das runter geht, ist auf dem Bild links zu sehen.
Halbzeit Man sieht, dass ein Teil der Gruppe mit Kletterset ging; der andere Teil lief ohne. Natürlich: Auf einem Klettersteig sollte man immer mit Kletterset gehen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich es bevorzuge, ohne zu laufen. Das hat mehrer Gründe:
  • Es gibt kaum Stellen, wo man beim Sturz ohne Kletterset den "Abflug" macht
  • Wenn man zu Hause eine Leiter 2 Meter hoch steigt, legt man in der Regel auch kein Kletterset an
  • Auch mit Kletterset kann man sich beim Sturz verletzen
  • Das ewige "Einhaken" und wieder Lösen der Karabinerhaken kostet Zeit
  • Das Wichtigste auf der Tour ist (auch mit Kletterset): Auf den Weg achten!!!

  • Auf dem Hindelanger Klettersteig habe ich (abgesehen von den Leitern) nur eine Stelle feststellen können, wo ein Kletterset angebracht gewesen wäre. Und natürlich gilt in der Regel hier: Besser ist mit...
    Ende Unterhalb des Daumens zogen Wolken auf. Wir beschlossen abzusteigen. Und ich glaube, es war die richtige Entscheidung. Weil:
  • Nassen Fels unter den Sohlen sollte man meiden. Der Berg ist dann wie ein Stück Seife.
  • Ich war ganz schön fertig; und der Rest auch.

  • Es war exakt 12:00 Uhr und wir waren genau fünf Stunden unterwegs, als wir das Schild sahen, das links abgebildet ist. Einige Bergfreunde gingen weiter. Sie wurden vom Regen am Grad überrascht. Uns erwischte der Schauer eine Stunde nach dem Abstieg. Da hatten wir noch eine Stunde bis zum Edmund Probst Haus vor uns. Dort erwarte uns ein heißersehntes Radler.
    Und ein Glas Buttermilch...
    Weitere Tourenimpressionen könnt ihr hier sehen.