Ararat (Juli 2006)

Berge

Start in Eli Der Fettsack 26.07.2006

Wir wurden früh aus unserem Hotel abgeholt und fuhren in das Dorf Eli-Dogubayazit, das praktisch aus einem Haus bestand. Dort wohnt der "Besitzer" des Berges Ararat. Die türkischen Guides nennen ihn "liebevoll" Fettsack. Ich glaube nicht, dass er - der Fettsack - von seinem nicht unzutreffenden Kosenamen weiß...
Wir sehen das Entladen unserer Bergutensilien. Im Hintergrund "droht" der Ararat, unser Ziel.

Der Fettsack im Gespräch mit unseren Guides Yüksel und Yldirim.

Von Eli zum Greencamp Akklimatisations-Tour 26.07.2006

Wir steigen von 1990 m (Eli) in das Green- Camp (3340 m) auf. Unsere Lebensmittel und alle weiteren Sachen werden von Pferden und Maulesel getragen. Wir haben nur unser Tagesgepäck bei uns.
Unterwegs zum Camp passieren wir "Zeltdörfer" in denen die Hirten des Viehs wohnen, das den Sommer über auf der Alm weidet. Wir erreichen das Green-Camp und bauen unsere Zelte auf. Nach einer Pause gehen wir nochmals auf 3500 m. Wir wollen uns akklimatisieren.

Das Hochlager 27.07.2006

Wir starten vom Green-Camp und gehen ins Hochlager (4150 m). Diese Tour dient nur zur Akklimatisation. Wir wissen, dass wir das Hochlager wieder verlassen werden und am gleichen Tag wieder im Green-Camp schlafen. Da oben war die Luft schon recht dünn. Auch dort sind wir nach einer Verschnauf-Pause auf 4250 m gelaufen. Von dieser Höhe ist das Bild des Hochlagers aufgenommen.
Wir laufen zurück in das Green-Camp, froh wieder ausreichend Luft zu atmen.

Pferde auf der Tour 28.07.2006

Wieder geht es von 3340 m auf 4150 m. Diesmal scheint es für mich am Start schwieriger. Aber nach ca. 30 min kann ich locker gehen. Auf dem Weg nach oben überholen uns die Tragtiere. Es erstaunlich, was die so weg schleppen. Und sie achten durchaus auf den Weg. Die Jungtiere müssen auch mit hoch. Ich denke, man will die Tiere schon früh an ihre Aufgabe gewöhnen.

Anlegen der Steigeisen auf 4900m 29.07.2006

Es ist 02:00 Uhr. Wir werden geweckt. Es ist kalt und dunkel. Wider erwarten sinkt der Luftdruck. Das Packen der Schlafsäcke fällt schwer. Für mich doppelte Arbeit. Sarah hat gebrochen und schleppt sich mit Mühe im Dunklen über die Steine. Dahin wo es Tee gibt. Mir ist auch ganz "komisch"; ein bekanntes Gefühl.
Wir hatten alle mit schönem Wetter gerechnet. Die Sonne zeigt sich aber nicht. Es ist kalt und Regen, Graupel und Schnee wechseln sich ab. Das Anlegen der Steigeisen auf 4900 m ist nicht einfach!

Gipfelbild 29.07.2007

Wir bezwingen alle den Gipfel. Yüksel raucht eine Gipfelzigarette. Wegen des Sturmes bleibt es mir ein Rätsel, wie er sie anzünden konnte. Sarah schaffte es auch. Sie fällt auf dem Gipfel vor Schwäche um. Nach ihrer "Auferstehung" wurde dieses Bild gemacht. Hier zeigt sie schon wieder das "Churchill-V". Nach kurzem Aufenthalt geht es zurück. Leider haben wir keine Fernsicht. Ein Makel. Aber alle sind froh, es geschafft zu haben.

Ein Gletscher vor dem Gipfel 29.07.2007

Kurz unterhalb des Gipfels schauen wir zurück. Wir erhaschen einen Zeitpunkt, der es erlaubt, die Gipfellandschaft wenigstens einmal in einem Ausschnitt zu sehen. Was haben wir nur verpasst! Schade...
Hier in der Nähe haben wir beim Aufstieg die Steigeisen fest gemacht. Und jetzt werden sie wieder gelöst. Es fällt alles leichter.
Hinter uns der herrliche Gletscher.

Wäsche trocknen 29.07.2007/30.07.2006

Auf dem Rückweg werden wir von Hagel, Graupel und Regen überrascht; je nach Höhe. Ab und zu auch Blitz und Donner. Mir ist nicht wohl dabei...
Völlig durchnässt erreichen wir das Green-Camp. Wir versuchen, die Wäsche zu trocknen. Aber es bleibt ohne Erfolg. Am nächsten Tag geht es von 3340 m auf 2200 m. Dort werden wir von den Bussen des "Fettsack" in unser Hotel nach Dogubayazit gebracht.